Fair-Trade-Apfel aus Übersee oder heimischer Bioapfel? Was halten auswaschbare Windeln aus? Ein Jahr lang hat der Journalist Leo Hickman versucht, ohne schlechtes Gewissen zu leben: gesunde Ernährung, schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Versuch, seine Kaufkraft bestimmten großen Konzernen zu entziehen. Voller Humor berichtet er davon, wie seine Familie und er sich erfolgreich umgestellt haben und ihr Leben auf den Kopf.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2006
Ein wenig zuviel des Guten scheint Rezensent Michael Althen dieser Selbstversuch Leo Hickmans in Sachen ethisch korrekter Lebensführung. Er sieht die gute Intention des Autors Leo Hickman, würdigt auch, dass dieser Ernst macht mit der Frage nach dem Beitrag jedes Einzelnen für eine Verbesserung unserer Welt. Aber zum einen kommt der Humor des Autors nicht wirklich beim Rezensenten an, zum anderen gefällt ihm dessen "nervtötend gutmütiger Tonfall" nicht. Er kann sich außerdem nicht ganz des Eindrucks erwehren, dass dieser krampfhafte Versuch ethischer Korrektheit direkt ins Öko-Spießertum führt. Er will gleichwohl nicht verschweigen, dass das Buch für jene, die das Gefühl haben, sie müssten etwas ändern, eine Menge nützliche Tipps bereit hält. Die anderen müssten selber schauen, wie sie mit ihrem schlechten Gewissen fertig würden.
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