Aus dem Norwegischen von Stefan Pluschkat. Linn Strømsborgs Erzählerin ist fünfunddreißig - und hat sich schon vor Jahren dazu entschlossen, keine Kinder zu bekommen. Davon, wie sich ihre Entscheidung auf die Beziehungen zu Freunden, den Eltern und nicht zuletzt dem Partner auswirkt, handelt dieses Buch: Ihr Umfeld hat Schwierigkeiten, ihre Haltung zu akzeptieren, immer wieder wird sie mit dem Thema konfrontiert. Da ist ihr langjähriger Partner Philip, der zunehmend daran zweifelt, ob er mit dem Entschluss seiner Freundin leben kann. Ihre Mutter strickt ohnehin seit Jahr und Tag Babykleidung in der Hoffnung auf ein Enkelkind. Als dann die beste Freundin Anniken Nachwuchs bekommt, verändert sich alles. Aber kann man wirklich nur mit Kind eine Familie sein? Wieso wird von jeder Frau erwartet, dass sie Mutter werden will? Warum ist es so schwierig, andere Lebensentwürfe zu akzeptieren?
Eva Biringer empfiehlt den Roman der Norwegerin Linn Strömsborg. Die Geschichte um eine Frau, die keine Kinder haben möchte und damit gegen den gesellschaftlichen Konsens zu verstoßen scheint, erzählt ihr die Autorin aus der Innenperspektive, sprachlich nüchtern und dennoch emotional und kaum je klischeehaft. Auch ohne autobiografische Lesart ein aufrüttelndes, unbequemes Buch, findet Biringer.
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