Gibt es noch ein Happy End für Lonesome George? Ein Weibchen für den einsamen Riesenschildkrötenmann von Galápagos? Oder ist er wirklich der Letzte seiner Art? Das Aussterben gehört seit jeher zu den natürlichsten Prozessen der Welt wie das Entstehen neuer Spezies. Doch Wissenschaftler prophezeien, dass in den nächsten fünfzig Jahren die Hälfte aller heutigen Arten verschwunden sein wird. Schon als Kolumbus die Neue Welt betrat, begann die Globalisierung und damit der Verlust der Vielfalt, auch in der Natur. Und das Tempo nimmt zu: Die "McDonaldisierung" der Biosphäre steht bevor. Mit welchen Folgen?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.10.2012
Wichtig und kurzweilig zu lesen findet Rezensentin Manuela Lenzen das Buch des Biologen und Journalisten Lothar Franz, traurig allerdings auch und wütend machend. Denn der Autor erzählt nicht nur über die Normalität des Aussterbens auf unserem Planeten, er erklärt der Rezensentin auch, dass der Mensch demnächst erleben könnte, wie die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten durch eine "McDonaldisierung" der Biosphäre ersetzt wird. Huhn, Ziege, Schwein, Ginster und Killeralgen überall. Bei Lenzen rühren derartige Szenarien, die der Autor bei einer Reise über die Kontinente entfaltet, an eine tiefe Freude über die Vielfalt der Arten. Außerdem vermitteln sie ihr jede Menge Wissen über Ökologie und Umweltpolitik.
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