Aus dem Französischen von Peter Weiß. Herausgegeben von Jean-Jacques Langendorf. Louis Vicomte de Bonald war zu seinen Lebzeiten das intellektuelle Haupt der Gegenaufklärung und Restauration in Frankreich. Joseph de Maistre bekannte seinen beherrschenden Einfluß auf das eigene Schaffen, Chateaubriand verdankt Bonald seine "gesunden Lehren". Sein Einfluß auf Donoso Cortes und Franz von Baader ist so deutlich wie auf C. Maurras, T. S. Eliot. Bonald, Landedelmann, Politiker, Pair von Frankreich, den Balzac einen "Adler-Denker" genannt hat, zählt zu den wichtigsten und am schärfsten bekämpften politischen Autoren des frühen 19. Jahrhunderts.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.01.2008
Andreas Dorschel rühmt den reaktionären Staatstheoretiker Louis de Bonald als Denker "ersten Ranges" und freut sich nachdrücklich, dass nun diese Auswahl aus dessen Schriften zwischen 1817 und 1830 für deutsche Leser zu entdecken ist. Beeindruckt preist der Rezensent die Klarheit und Präzision von Bonalds Gedanken, und er sieht dessen besonderen Vorzug in der Abkehr von jeglichem "normativen Mechanismus". Stattdessen bewegt er die Leser, wenn sie genau lesen, zum Mitdenken, lobt der Rezensent, der hier auch ein dankenswertes Beispiel für einen reaktionären Denker ohne geifernde Untertöne sieht. Die Auswahl der Schriften bietet laut Dorschel einen guten Einblick in die wichtigsten Ideen und Theorien Bonalds, auch wenn für den Rezensenten die Übersetzung von Bonalds Hauptwerk "Theorie du pouvoir politique et religieux" noch aussteht. Viel Lob bekommt auch die Übersetzung von Peter Weiß und nur die Nachworte vom Nachfahren des Autors, Jean Vicomte de Bonald, und von Herausgeber Jean-Jacques Langendorf, die beide die tiefe Religiosität Bonalds hervorheben, haben ihn geärgert.
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