Mit einem Nachwort von Rene de Ceccaty. Aus dem Italienischen von Marianne Schneider. Das frühe literarische Meisterwerk von Luchino Visconti, dem großen italienischen Regisseur, wurde durch Filme wie "Der Leopard" und "Der Tod in Venedig" weltberühmt. Erst vor wenigen Jahren haben seine Erben nun dieses großartige, als Epos angelegte frühe Romanfragment freigegeben. Voller Sinnlichkeit und mit großer atmosphärischer Dichte beschreibt Visconti das Erwachsenwerden eines vierzehnjährigen Jungen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.11.2006
Kristina Maidt-Zinke scheint sich angesteckt zu haben an der Zwiegespaltenheit von Viscontis Leben und Werk. Eindeutig wird ihre Besprechung dieses Romanfragments jedenfalls erst im letzten Satz. Bevor sie uns diese Geschichte einer Adoleszenz nicht nur als Jubiläumsgeschenk zu Viscontis Hundertstem empfiehlt, stößt sie sich an schwülstigen Passagen, freut sich aber zugleich an der "strengen Schönheit", die Viscontis Beschreibungen der Armut abgewinnen und die ihr eine "große erzählerische Begabung" sowie den "Blick des späteren Filmkünstlers" offenbart. Wenig erstaunt hat sie Viscontis Griff zur Feder, sieht sie im "roten Grafen" doch vor allem den großen Illustrator literarischer Vorlagen. In seiner Prosa wiederum erkennt sie die "visuelle Detailbesessenheit" und die autobiografische Prägung, die auch Viscontis Filme kennzeichnen.
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