Aus dem Amerikanischen von Antje Ravik Strubel. Lucia Berlin zählt zu den außergewöhnlichsten Stimmen der modernen amerikanischen Literatur. Mit Ein neues Leben erscheinen ihre letzten, bisher unveröffentlichten Storys, die ihr Auge fürs Detail und ihre Fähigkeit, aus dem Alltag das Besondere herauszukristallisieren, eindrucksvoll zeigen. Die Titelgeschichte "Ein neues Leben" ist eine fein beobachtete Geschichte über Sehnsucht und den Traum von einem Neuanfang. "Die Grube" beleuchtet den Kampf mit Sucht und Selbstzerstörung, erzählt aber auch von Gemeinschaft und Hoffnung. Sämtliche ihrer Geschichten, egal ob sie das Alltägliche oder das Außergewöhnliche behandeln, spiegeln die bittersüße Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens wider. Unprätentiös tiefgründig.Seit Lucia Berlins Tod im Jahr 2004 sind die meisten ihrer Geschichten übersetzt und neu veröffentlicht worden. Ein neues Leben versammelt nun die zwölf verbleibenden Storys sowie zwei bisher ganz unveröffentlichte Erzählungen. Außerdem enthält der Band verschiedene essayistische Texte sowie einige Tagebucheinträge.
Erst posthum ist die Schriftstellerin Lucia Berlin wirklich berühmt geworden, weiß Rezensenin Manuela Reichart, mit diesem neuen von Antje Rávik Strubel übersetzten Band werden nun wieder bislang unveröffentlichte Geschichten auch auf Deutsch zugänglich. Vieles davon speist sich aus dem bewegten Leben der Autorin, die vier Söhne von drei Männern und meistens zu wenig Geld hatte und unter einer Alkoholabhängigkeit gelitten hat, erfahren wir, so zum Beispiel eine unvollendet gebliebene Geschichte eines Entzugs. Reichart liest auch vom Alltagsrassismus in einem Krankenhaus oder vom Verschwinden einer Frau, die sich ein neues Leben aufbauen will. All das schreibt Berlin in einem nur scheinbar beiläufigen Ton, der der Kritikerin gerade dadurch nahegeht.
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