Mit einem Nachwort von Amma Darko. Afrika - mit 54 Staaten, über 1000 Sprachen und der jüngsten Bevölkerung der Welt - ist bunt und vielfältig, uralt und modern. In Europas Erzählung vom "schwarzen Kontinent" klingt diese Vielfalt selten an. Lutz van Dijks spannende Geschichte Afrikas - die er vor allem für junge LeserInnen geschrieben hat - will es anders und beleuchtet unzählige Facetten des Kontinents. Sie beginnt bei der Entstehung des Erdteils und den ersten Menschen, die von hier aus in alle Welt wanderten. Sie erzählt von den frühen Hochkulturen im islamischen Norden und den christlichen und traditionell-afrikanisch geprägten Kulturen im Süden, vom Leben in der Steppe und in den modernen Großstädten. Der Autor berichtet von den Jahrhunderten europäischer Kolonialisierung und der Befreiung und macht schließlich hochaktuelle Themen wie Aids und Ebola, die neue Rolle Chinas, den "arabischen Frühling", Boko Haram, Flucht und Vertreibung verständlicher.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.08.2015
"Auch Angela Merkel kommt - ursprünglich - aus Afrika", weiß Tim Neshitov und freut sich, dass mit dem deutsch-niederländischen Wahlsüdafrikaner Lutz van Dijk ein Kinderbuchautor eine nicht-eurozentristische Geschichte Afrikas geschrieben hat. Der Rezensent liest darin, wie sich der Mensch in Afrika vom Homo habilis über den Homo erectus zum Homo sapiens entwickelte, von denen eine nicht sonderlich große Gruppe den Kontinent verließ und eine Nachkommenschaft hinterließ, die heute den Großteil der sogenannten westlichen Welt bevölkert. Aber auch der schändliche Einfluss dieser westlichen Welt in Form von Kolonialismus und Sklaverei kommt im Buch zur Sprache, das dank zahlreicher beteiligter Afrikaner auch der innerafrikanischen Perspektive zu ihrem Recht verhilft, so Neshitov.
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