Ein Überblickswerk zum Umgang mit dem Erbe des Nationalsozialismus.Die Auseinandersetzung mit dem Erbe des Nationalsozialismus hat die Geschichte der Bundesrepublik intensiv beeinflusst. Für viele Deutsche war das eine Herausforderung, die sie nur zögernd annahmen. Die Versuche juristischer Aufarbeitung, die Frage nach den Tätern, der Blick auf persönliche Verantwortung, politische Diskussionen und gesellschaftliches Beschweigen, zugleich die Memoirenliteratur und das öffentliche Erinnern in Gedenkstätten und Museen: All dies hat über mehr als sieben Jahrzehnte ein Panorama der Vergangenheitsaufarbeitung geformt. Bislang fehlte jedoch eine zusammenfassende Analyse. Mit Beiträgen von Frank Bajohr, Christopher Browning, Constantin Goschler, Jeffrey Herf, Ulrike Jureit, Wulf Kansteiner u.v.w.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.04.2022
Für den Rezensenten Rene Schlott ist der von Magnus Brechtken herausgegebene Sammelband zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus eine willkommene, wenngleich keinesfalls vollständige Bestandsaufnahme. Die Lückenhaftigkeit vermerkt auch der Herausgeber selbst, meint Schlott. Die knapp 30 nach Themen geordneten wissenschaftlichen Beiträge zur NS-Aufarbeitung und Erinnerungskultur beziehen sich laut Rezensent auf Institutionen wie Gerichte oder das Institut für Zeitgeschichte. Deren Arbeit wird von den Autoren häufig als "ambivalent" gekennzeichnet, stellt Schlott fest. Einige "meinungsstarke" Beiträge zu aktuellen Erinnerungs-Kontroversen heben sich von den ansonsten "soliden" Forschungsüberblicken ab, so Schlott.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 21.10.2021
Rezensent Matthias Arning bekommt mit dem von Magnus Brechtken herausgegebenen Band ein reiches Panorama der Aufarbeitung des Nationalsozialismus. Die 30 Beiträge des Kompendiums befassen sich laut Arning mit der Unterscheidung von Nazi-Terror und Kolonialgewalt, mit dem KZ-System, NS-Raubkunst, der Verdrängung nach '45 oder der fortgeschritten Täter-Forschung in den 90er Jahren. Insgesamt laden die Texte den Rezensenten zu weiterer Beschäftigung mit dem je angerissenen Thema ein.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.10.2021
Rezensent Knud von Harbou kennt keine bessere Übersicht über den Stand der NS-Forschung als den von Magnus Brechtken herausgegebenen Sammelband mit dreißig Beiträgen, der laut Harbou die "Aufarbeitung als kumulativen Prozess" begreift. Interessiert folgt der Rezensent der Einteilung in vier Phasen, von der Zeit bis 1945 über die unmittelbare Nachkriegszeit und die Problematisierung von Weimar bis zu den Einzelfallstudien der 1960er und der sich auf die Volksgemeinschaft ausweitenden "Täterforschung" ab ca. 1990. Das Spektrum und die Detailliertheit der Fachbeiträge erstaunen den Rezensenten dabei genauso wie die Expertise der Autoren, wie Frank Bajohr, der sich der Holocaustforschung widmet, Christopher Browning und seinem Blick auf den Eichmann-Prozess oder Wulf Kansteiner und seiner Erörterung filmischer Aufarbeitungsversuche. Dass der Band nicht vollständig ist und etwa das Thema NS-Vergangenheit und DDR nur streift, versteht Harbou nicht als Mangel, sondern als Anreiz für weitere Forschung.
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