Paul Zsolnay Verlag, Wien 2026
ISBN
9783552075733 Gebunden, 160 Seiten, 23,00
EUR
Klappentext
Aus dem Serbischen von Mascha Dabić und Maja Iskra. Maja Iskras Debüt ist eine Emanzipationsgeschichte im Belgrad der 1990er Jahre. Die Protagonistin, eine junge Frau, die in Wien lebt und liebt, erinnert sich an ihre Kindheit im Belgrad der 1990er Jahre. Der Krieg ist hier fast nur als Rauschen im Hintergrund wahrnehmbar, aber das Leben zu Hause, auf der Straße und in der Schule ist hart und brutal, auch die Mädchen prügeln sich. Aber sie versöhnen sich auch wieder, lernen einander zu respektieren und zu ermutigen. Sie geben nicht auf.
Maja Iskras neuer Roman oszilliert für Rezensent Mladen Gladic "zwischen Trauma und Nostalgie": Er spielt in den 1990er-Jahren in Belgrad, die Jugoslawienkriege sind den Kindern und Jugendlichen, um die es geht, präsent. Nicht wegen ihrer ideologischen Aufladung, sondern als Keil, der zwischen Mobbern und wegen ihrer Fluchtgeschichte Gemobbten steckt, erklärt Gladic. In ihrem rasanten, immer wieder die Szene wechselnden Stil schreibe Iskra über ein Leben zwischen Gewalt im Land, Gewalt im Elternhaus, Gewalt in der Schule und die Frage, wie man als Mädchen, als junge Frau in einer solchen Gesellschaft groß werden kann. Für Gladic ein überzeugender Roman, dessen splitterhafte, "Flashback"-artige Elemente oft den Charakter eigener Geschichten haben, die sich aber auch gut zu einem "scharfkantigem Ganzen" zusammenfügen.
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