Manfred Brauneck

Die Welt als Bühne. Geschichte des europäischen Theaters

Band 3: 19. Jahrhundert und Jahrhundertwende
Cover: Die Welt als Bühne. Geschichte des europäischen Theaters
J. B. Metzler Verlag, Stuttgart - Weimar 1999
ISBN 9783476013873
Gebunden, 984 Seiten, 159,95 EUR

Klappentext

Mit 240 Abbildungen. Der dritte Band von "Die Welt als Bühne" (19. Jahrhundert und Jahrhundertwende) behandelt im ersten Teil die großen nachklassizistischen Theaterentwicklungen, die die Moderne vorbereiten: das Theater der Romantik und des Realismus in seinen unterschiedlichen Facetten. Zugleich vollzieht sich in dieser Epoche die Ablösung der Aristokratie durch das Bürgertum als theaterkulturelle Trägerschicht. Dies war verbunden mit einer Kommerzialisierung des Theaterwesens und seiner Öffnung für ein neues Massenpublikum für das mit dem Melodrama, mit Schwank, Posse, Vaudeville und der Operette neue Genres kreiert werden. Große Theaterbauprojekte wurden realisiert, die noch heute Zentren des Theaterlebens sind. Der zweite Teil ist der Periode um 1900 gewidmet bis zum Aufkommen der Avantgardebewegungen um 1910. Er behandelt das breite Spektrum der Entfaltung der Theater-Moderne: Naturalismus, Impressionismus, Symbolismus, Neuromantik und die Stilbühne, ebenso die damit verbundenen Veränderungen im Theaterwesen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.04.2000

Dieser dritte Band aus einer (voraussichtlich) vierbändigen Reihe wird von Dieter Borchmeyer sehr gelobt. Vor allem dass Brauneck die schiere Fülle des Materials übersichtlich bändigen und ordnen kann, hat Borchmeyer imponiert. Das "höchst ansprechende Layout" mit seinen Zitaten und Bildern mache den Band noch übersichtlicher und sei gleichzeitig eine "fesselnde Text-Bild-Collage". Einzig an der "hölzernen Sprache" des Herausgebers stößt sich Borchmeyer ein wenig. Hier hätte ein sprachgewandter Lektor helfen können. Was den Inhalt angeht bemerkt der Rezensent, daß sich Brauneck vor allem im modernen Sprechtheater vorzüglich auskennt. Leider gelte das nicht ganz so für das Musiktheater. So seien etwa Kleist und Büchner viel wichtiger für das 20 Jahrhundert als für das 19. Dennoch werde jedem einzelnen ihrer Stücke großer Raum gegeben, während ein "Bühnengenie" wie Verdi sich mit einer pauschalen Würdigung zufrieden geben muß. Insgesamt jedoch, meint Borchmeyer, ist der Band ein "wirklich zuverlässiger Führer" durch das Theater des 19. Jahrhunderts.
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