Regierungen, Parlamente, Unternehmen und Verbände haben seit längerem die Notwendigkeit erkannt, die möglichen Folgen technischer Systeme zu identifizieren, diese aufgrund definierter Kriterien zu bewerten und die daraus folgenden Handlungsoptionen umzusetzen. Die in der Praxis vorhandene Vielfalt von Formen und Institutionen der Technikbewertung (Technology Assessment) wirft aber eine Vielzahl von Fragen auf. Der Verfasser setzt sich vor diesem Hintergrund mit den theoretischen Grundlagen auseinander und entwickelt die Perspektiven einer institutionalisierten Technikbewertung, die den jeweiligen Akteursrationalitäten und Organisationsstrukturen angemessen ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.10.2001
Olaf Kaltenborn lässt sich zwar nicht zu einem qualitativen Urteil über diese Habilitationsschrift hinreißen, doch fasst er gewissenhaft die Erkenntnisse des Autors in seiner Buchbesprechung zusammen. Er sieht mit einigen "Vorurteilen" über die Möglichkeiten der Politik, Technik zu steuern, aufgeräumt und wundert sich, dass der Autor gar nicht in Pessimismus ob seiner eigenen Untersuchungsergebnisse verfällt. Schließlich stellt der Rezensent noch den "möglichen Ausweg" den der Autor für das Dilemma der Unbeherrschbarkeit vom Auftreten von unvorhersehbaren Nebenwirkungen von Technik sieht, vor. Danach solle die "Entmachtung der Definitionshoheit" der "'technischen Intelligenz'" und die verbesserte Kommunikation zwischen Technik und Politik die Lösung des Problems bringen.
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