Achtsamkeit und Nachhaltigkeit sind zu Modebegriffen geworden. Sie sind aber ebenso zentrale Pfeiler der aktuellen Suffizienz-Bewegung und der jahrtausendealten Lehre des Buddha. Niko Paech und Manfred Folkers loten aus, welche Potenziale die beiden Denkrichtungen mitbringen, um unseren zerstörerischen Wachstumspfad zu verlassen. Über eine provokante Abrechnung mit den Wachstumstreibern kapitalistischen Wirtschaftens und das Besinnen auf die Tugenden eines konsumbefreiten Lebens entwickeln sie eine "Kultur des Genug". Denn nur mit einer "zufriedenen Genügsamkeit" werden sich die großen Krisen unserer Zeit lösen lassen.
Rezensentin Sina Fröhndrich findet den Vorschlag des Ökonomen Niko Paech und des Pädagogen Manfred Folkers zu mehr Verzicht durchaus nicht utopisch, sondern praktikabel. Konsumgütern eine Absage erteilen - dass das geht, dafür sind die auf Smartphones und Waschmaschine verzichtenden Autoren für Fröhndrich leuchtende Beispiele. Gut gefällt ihr, dass die beiden dennoch nicht von oben herab argumentieren, sondern klar, wenngleich mitunter überspitzt, und auf Überzeugung setzen, nicht auf politischen Zwang. Suffizienz - für die Rezensentin von nun an eine echte Option.
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