Die gebürtige Italienerin Christine de Pizan (um 1365 - um 1430) wuchs in Paris am Hofe Karls V. auf. Um 1390 vollzog sich in ihrem Leben eine radikale Wende - die Verwandlung in eine Schriftstellerin, die 1399 ihr erstes Werk, die "Hundert Balladen", der Königin Isabeau überrreichte. In der Folgezeit entstandein umfangreiches, in ganz Europa gelesenes Werk: Liebeslyrik, Erziehungsschriften für Jugendliche, politische Texte. In das kulturelle Gedächtnis unserer Zeit ist Christine de Pizan mit ihrer Utopie "Stadt der Frauen" (1404) eingegangen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.12.2002
Der Rezensent mit dem Kürzel "rox." findet den Ansatz, der hinter dieser biografischen Monografie der vor 600 Jahren lebenden Schriftstellerin Christine de Pizan steckt, recht einleuchtend. Deswegen auch lobt sie das Buch als eine "kurze, aber kluge und reflektierte Darstellung". Die Autorin Margarete Zimmermann versucht den Blick auf die Schriftstellerin, die in den letzten Jahren gerne als Vorreiterin der Frauenbewegung rezipiert wurde, zu erweitern und andere Facetten ihres Wirkens aufzurollen - "als politische Autorin, als Reformerin, als Buch-Macherin". Diese Unterfangen gelingt ihr nach Meinung des Rezensenten, und so stellt diese Monografie eine echte Bereicherung dar.
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