Aus dem Amerikanischen von Marion Herbert. Das Chaos beginnt mit Maya, tagsüber Wissenschaftlerin, nachts Superheldin und rund um die Uhr eine knallharte alleinerziehende Mutter. Deadpool-Action trifft auf Fleabag-Comedy, wenn Maya ihre verrückten Superkräfte aktiviert, um es mit einer geheimen Sekte von Menschenhändlern aufzunehmen. Badezeit ist um 19 Uhr, Schlafenszeit um 20 Uhr, und die Verbrechensbekämpfung kennt keine Pause. Als dann auch noch Bösewichte aus Mayas dunkler Vergangenheit auftauchen, werden ihre Kräfte auf eine harte Probe gestellt. Mit einem rein weiblichen Künstlerinnenteam hat Schauspielerin Emilia Clarke einen feministischen Comic geschaffen: Was passiert, wenn deine Superkräfte auf deinem Periodenzyklus basieren? Maya alias Mother of Madness zeigt es euch.
Über gleich zwei neue Heldinnen-Comics darf sich Kritiker Christoph Haas freuen: Die Mother of Madness mit dem bürgerlichen Namen Maya Kuyper ist nach einer Überdosis in suizidaler Absicht nicht gestorben, sondern hat Superkräfte entwickelt, die - und das ist für Haas der überzeugende Clou - besonders stark sind, je näher sie ihrer Menstruation rückt. Da hätte es die plakativ queer-feministischen Aussagen, unter anderem von der aus "Game of Thrones" bekannten Schauspielerin Emilia Clarke, für ihn gar nicht gebraucht. Mit den Zeichnungen von Leila Leiz ist der Rezensent auch nur bedingt zufrieden, zu abgekupfert von Cliff Chiang, der "Paper Girl" verantwortet hat, scheinen sie ihm. Dennoch eine Bereicherung für die Superhelden-Szene, der es an Heldinnen mangelt, urteilt er.
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