Klappentext
Mit literarischen Beiträgen von Gabriele von Arnim, Zsuzsa Bánk, Marica Bodrožić, Isabel Bogdan, Ann Cotten, Mareike Fallwickl, Julia Friese, Olga Grjasnowa, Claudia Hamm, Stefanie Jaksch, Rasha Khayat, Christine Koschmieder, Jarka Kubsova, Daria Kinga Majewski, Maria-Christina Piwowarski, Judith Poznan, Slata Roschal, Caca Savić, Clara Schaksmeier und Simone Scharbert. "Ich möchte darüber lesen, was Frauen den Mut und die Kraft gibt, sich auf bereits sichtbar vor ihnen ausbreitenden Wegen zu sammeln, das Ziel zu hinterfragen und eine komplett andere Richtung einzuschlagen. In dieser Anthologie versammle ich die Erzählungen von 20 Autorinnen, die sich trauen, von Brüchen und Leerstellen zu schreiben." Maria-Christina Piwowarski
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 25.01.2025
Die Literaturvermittlerin Maria-Christina Piwowarski hat von Mareike Fallwickl bis Gabriele von Arnim zwanzig Schriftstellerinnen mit Texten über Wendepunkte ihres Lebens in dieser Anthologie zusammengestellt, die die Rezensentin Carola Ebeling mit ihrem Persepktivenreichtum überzeugt. Zwischen autofiktionalen bis essayistischen Zugängen bewegen sich die einzelnen Beiträge, von denen Ebeling einige kurz vorstellt, so etwa Christine Koschmieders Essays, in dem sie von echten und erzählten Räumen schreibt, und der es darum geht, die "Vielfalt der Verunsicherungen" im (Schriftstellerinnen-)Leben aufzuzeigen. Auch in den Migrations- und Fluchtgeschichten von Jarka Kubsova aus Tschechien und Claudia Hamm aus der DDR werden "Splitter zusammengesetzt" - sie zeigen gemeinsam mit den anderen Beiträgerinnen die differenzierten Sichtweisen, die es zum Stichwort "Wendepunkte" geben kann und die Ebeling in der Verschneidung von Privatem und Politischem zu begeistern wissen.