Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.08.2010
Die Wirtschaft als Zirkus, in der ein Mann mit roter Nase die Parolen Hausse, Baisse, kleiner Gewinn, großer Verlust ausruft - das hat Beate Tröger in dem Roman der Schweizer Autorin Filmemacherin Marie-Jeanne Urech erlebt. Und es hat ihr gefallen. Was zum einen an grotesk-surrealen Elementen liegt, mit denen Urech ihre schöne neue Wirtschaftswelt zeichnet, zum anderen am Protagonisten dieser Geschichte, dem "sanften, melancholischen" Angestellten Arthur Schönengel, der dafür zuständig ist, in feinem Bleistiftstrich die Erfolgsbilanz des Zirkus zu zeichnen, bis er feststellt, dass in diesem Geschäft die Theorie die Praxis bestimmt. Diesen Schönengel hat die Rezensentin in ihr Herz geschlossen.
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