Aus dem Italienischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Michaela Wunderle. Mit 10 Fotos. Mario Calabresi war zwei Jahre alt, als sein Vater von Linksterroristen ermordet wurde. Heute ist er Korrespondent von La Repubblica in New York. In seinem Bestseller schildert er, beispielhaft an seiner Familie, erstmals die Seite der hinterbliebenen Opfer: der Kinder und jungen Witwen. Es ist ein Bekenntnis zum Leben, zur Versöhnung, aber auch zur Richtigstellung der Erinnerung.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.08.2008
Mit Lob bedenkt Maike Albath dieses autobiografische Buch Mario Calabresis über seinen Vater, den Polizeikommissar Luigi Calabresi, und die Jahre des Terrorismus in Italien. Eingehend berichtet sie über die Ermordung von Kommissar Calabresi am 17. Mai 1972 durch die Roten Brigaden, die ein Jahrzehnt der Gewalt einläutete, resümiert die aufgeheizte Atmosphäre und schildert den Terror von links und von rechts. Sie hebt allerdings hervor, dass sich Calabresi für die politischen Hintergründe nur am Rande interessiert, auf eine Analyse des Terrorismus verzichtet und keine Erklärungsmodelle bietet. Sein Buch ist in ihren Augen vielmehr ein "sehr persönliches Zeugnis" über seine Eltern, die vaterlose Kindheit, den ohnmächtigen Schmerz. Zudem gehe der Autor auf die Schicksale anderer Terroropfer ein. Beeindruckt und berührt zeigt sich Albath von Calabresis Offenheit, seiner unprätentiösen, klaren Darstellung ohne Groll oder Rachegelüste, seinem Plädoyer für eine "umfassende Erinnerung, die alle Seiten mit einbezieht".
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