Dass Großbritannien anders tickt, ist Kontinentaleuropäern spätestens seit der Brexit-Abstimmung klar. Besonders England pflegt einen nostalgischen Stolz auf seine Historie. Zugleich jedoch zeigt es sich entschieden zukunftsorientiert und innovationsfreudig. Ausgeprägte Spannungen zwischen den sogenannten somewheres und den anywheres, die im Brexit kulminierten, sind die Folge.Wie sich die besondere Mischung aus Traditionsbewusstsein und Weltoffenheit im gesellschaftlichen Leben ihrer Wahlheimat niederschlägt, führt uns Marion Löhndorf anhand von Erfahrungen aus dem Alltag vor Augen und fragt: Was ist eigentlich typisch englisch? Ihre Beobachtungen bieten eine unverzichtbare Orientierungshilfe für das Selbstverständnis und die politische Situation jenseits des Kanals.
Wirklich Neues scheint Brigitte Werneburg nicht aus Marion Löhndorfs Buch zu erfahren, dennoch lobt sie überschwänglich sie die Betrachtungen der NZZ-Korrespondentin zu englischer Gartenkunst, Königshaus oder Londoner Diversität. Löhndorfs Sympathie für die englische Lebensart tut gut, meint die Rezensentin, als Antidot gegen all die Kränkungen und Bitternisse, die mit dem Brexit einhergingen. Dass fünfzig Prozent des Grundbesitzes nur einem Prozent der Bevölkerung ehören, hat Werneburg allerdings woanders gelernt.
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