Ian Mortimer

Shakespeares Welt

So lebten, liebten und litten die Menschen im 16. Jahrhundert
Cover: Shakespeares Welt
Piper Verlag, München 2020
ISBN 9783492059435
Gebunden, 496 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Karin Schuler. Mit Abbildungen. Die Zeit von Shakespeare und Königin Elisabeth I. gilt als "goldenes Zeitalter". Aber wie war es eigentlich wirklich, im England des 16. Jahrhunderts zu leben? Wir reisen mit Ian Mortimer zurück und spazieren durch die Straßen Londons. Ein Prediger brüllt seine Botschaft in die Menge aus Kaufleuten und Bettlern, als vor uns zwei Volltrunkene aus der Taverne stolpern und sich beinahe zu Tode prügeln. Denn die damalige Zeit war nicht bloß geprägt durch meisterhafte Lyrik und höfischen Überfluss, auch Krankheiten, Hungersnöte, Gewalt und Sexismus bestimmten den Alltag. In diesem Buch entschlüsselt Ian Mortimer auf seine gewohnt unterhaltsame Art ein Land im Widerspruch zwischen Glanz und Grauen und zeigt uns den Geburtsort der modernen Welt.




Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 07.08.2020

Ian Mortimers Reiseführer durch England im 16. Jahrhundert ist Geschichtsvermittlung auf die unterhaltsame Art, befindet Rezensent Volker Wildermuth. Das Reizvolle an diesem hervorragend recherchierten Buch sind die detaillierten Fakten aus dem Lebensalltag der Leute, so Wildermuth. Welche Klamotten trug man damals, wonach roch bzw. stank es in den Städten, was las man, wie verhielt man sich zu Tisch, und warum stand ein Drittel der Bürger Essex' unter Anklage? Solche Fragen beantwortet der versierte Historiker in "Shakespeares Welt", wobei er sich ab und an vielleicht ein wenig in den Feinheiten verliert, wendet der Rezensent ein. Shakespeare-Fans, die mit biografischen Fakten, Zitaten oder dergleichen rechnen, könnten außerdem enttäuscht werden, da der britische Dramatiker anders als im Titel angedeutet, eine eher untergeordnete Rolle spielt. Wildermuth schlägt daher vor, gleich im Anschluss Hamlet, Macbeth oder Heinrich VI. zu lesen. Hier bekomme man "die ganze Dramatik" ohne den Gestank.

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