Die Edition des persönlichen Taschenkalenders Heinrich Himmlers aus dem Jahr 1940 beleuchtet Politik, Persönlichkeit und Ziele dieses nationalsozialistischen Multifunktionärs in der Frühphase des Zweiten Weltkriegs. Für Heinrich Himmler, den Reichsführer-SS, Chef der Deutschen Polizei, Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums und Mentor der Waffen-SS, fing mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs eine neue Zeitrechnung an: Der Krieg war für ihn das geeignete und legitime Mittel, um die rassistisch begründeten machtpolitischen Ziele und Visionen der SS zu verwirklichen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.01.2014
Vorbildlich nennt Bernward Dörner die Edition von Heinrich Himmlers Taschenkalender. Die kurzen Notate über Privates (Gewichtsangabe, Eislaufen mit Tocher Püppi) und Politisches (Essen mit Hitler, Besuch in Auschwitz) werden durch die kompetente Begleitung durch die Herausgeber für Dörner erst interessant. Sie erschließt dem Rezensenten den biografischen Hintergrund der vorkommenden Personen sowie den geografische und historischen Kontext der Ereignisse. Weitere Quellen, wie Termintagebücher von Himmlers Sekretärin und seinem Adjutanten, ergänzen für Dörner das Bild von Himmler als einer äußerst aktiv am Völkermord der Nationalsozialisten beteiligten Kraft.
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