Nach der Sage von Gottfried von Straßburg. Als Kind kann er nur überleben, wenn niemand weiß, wer er ist. Als junger Ritter reist er auf abenteuerlichen Wegen durchs ganze Abendland. Er bestreitet Kämpfe, besiegt gar einen Drachen und gerät in die Wirren des Machtkampfes zweier verfeindeter Reiche. Er liebt, und seine Liebe endet tragisch: mit der Trennung und der Verbannung vom Hof des Königs, den er einmal beerben sollte. Dies alles und noch vieles mehr ist die Geschichte von Tristan und Isolde, die Geschichte der großen, verzehrenden Liebe. Tristan, die große wunderbare Legende aus dem Mittelalter - Martin Grzimeks fulminanter Roman zeigt sie in ihrer ganzen Magie.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.02.2012
Mit einem Kampf lässt Grzimek in Abgrenzung zu seinen literaturhistorischen Vorläufern seine Tristan-Neuerzählung für Jugendliche beginnen, informiert Frank Hertweck, der darin die Richtung des Buches angezeigt sieht, dem es an Spannungselementen - vom Rezensent säuberlich aufgelistet - weißgott nicht mangelt. Sehr wohl mangele es dieser nur "aufregenden Geschichte" aber, so Hertweck, am "deutenden Überbau", was der Rezensent sehr umfangreich an den hier abweichenden, den Stoff strukturierenden Liebesverhältnissen aufdröselt. Diese lockerten bei Grzimek die Figuren, sie "verlieren ihre innere Einheit" - was Hartweck einigermaßen ratlos und mit vielen Fragen zurücklässt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.12.2011
Ja, komisch ist das auch, was Andrea Lüthi da gelesen hat. Dabei erzählt der Autor eine uralte Geschichte. Nur eben derart packend in kleinen Kapiteln und mit Sinn für Hinterhalte und raffiniertes Fallenstellen, dass Lüthi zum Trauern über das Liebespaar Tristan und Isolde gar nicht kommt. Martin Grzimek hat auch mehr wert auf Tristans Entwicklung gelegt, auf seine Bildungsreise, auf der der junge Königssohn das Fischen und Schwertschmieden lernt und ganz schön herum kommt, nach Toledo und nach Köln etwa. Lüthi staunt über den Detailreichtum und das historische Wissen, das Grzimek für seinen Text mobilisiert. Das Mittelalter wird so vor ihren Augen lebendig, ohne jedoch verklärt zu werden.
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