Die Praxis der Unternehmungsführung ist in Deutschland seit den 90er Jahren zunehmend aktionärsorientiert ausgerichtet. Martin Höpner untersucht am Beispiel der 40 größten deutschen Kapitalgesellschaften Ursachen und Konsequenzen dieser Entwicklung und diskutiert die Vereinbarkeit von Shareholder-Value-Orientierung mit dem deutschen System der Arbeitsbeziehungen, das durch ein hohes Maß an Regulierung und Mitbestimmung gekennzeichnet ist. Dabei stellt er die Bedeutung seiner Befunde für dieTheorie der Spielarten des Kapitalismus dar.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.08.2003
Diese Publikation gehört, wie man von Rezensent Heinz K. Stahl erfährt, in den Rahmen eines von der DFG geförderten Forschungsprojekts des Kölner Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung, über "den Einfluss der Internationalisierung auf das deutsche Modell der industriellen Beziehungen". Martin Höpner, so erfährt man, hat am Beispiel der "vierzig größten deutschen börsennotierten Nichtfinanzunternehmen" die "Ursachen und Folgen" der zunehmenden "Shareholder-Value-Orientierung" sowie deren "Vereinbarkeit mit dem deutschen Modell der Arbeitsbeziehungen" untersucht. Der Autor wendet sich, wie Stahl berichtet, unter anderem gegen die These, die Orientierung am Shareholder-Value habe sich nur durch "Zwang von außen" ergeben, es gebe vielmehr auch unternehmensinterne Ursachen. Zu welchem Ergebnis Höpner hinsichtlich der Vereinbarkeit von Mitbestimmung und der neuen primären Unternehmensorientierung kommt, erfährt der Leser leider nicht.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…