Reinhard K. Sprenger

Vertrauen führt

Worauf es im Unternehmen wirklich ankommt
Cover: Vertrauen führt
Campus Verlag, 2002
ISBN 9783593370897
Gebunden, 192 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Was ist die Essenz kompetenter Führung - und damit die Garantie für den anhaltenden Erfolg eines Unternehmens? Sprengers Antwort klingt überraschend einfach: Vertrauen. Doch für den Manager steht dabei einiges auf dem Spiel. Macht er Vertrauen zum zentralen Führungsprinzip, muss er Macht und Kontrolle abgeben können und - vielleicht am schmerzlichsten - bereit sein, sich von seinen Mitarbeitern auch abwählen zu lassen. Aber zu gegenseitigem Vertrauen gibt es keine Alternative. Nur wer sich auf das Abenteuer Vertrauen einlässt, erreicht die entscheidenden Wettbewerbsvorteile für zukünftige Erfolge: Kostenminimierung, Schnelligkeit, Innovation.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.11.2003

Der Bestseller-Autor Reinhard Sprenger ist sich in diesem Buch treu geblieben, schreibt Robert Fieten. Sprenger geißele in diesem "populärwissenschaftlichen Buch" wieder wortreich, allerdings auch "wieder zu langatmig", kaum bestreitbare Defizite der Führung in Organisationen. Nur gerate diesmal, so erfährt man vom Rezensenten, vor allem das fehlende Vertrauen ins Visier des Autors. Dabei versteigt der Autor sich gar zu der These, so erfährt man, dass es für den wirtschaftlichen Erfolg einer Organisation "einen einzigen Erklärungsansatz" gebe: das Maß gelebten Vertrauens - eine These, die, so der Rezensent, "in ihrer Exklusivität nicht haltbar" ist. Gefallen hat dem Rezensenten auch nicht, dass die Antworten, im zweiten Teil des Buches, auf die Frage danach, was denn nun konkret zu tun sei, um mit und über Vertrauen besser zu führen, "erstaunlich offen" bleiben würden, wie Fieten schreibt, Sprenger hier also "kaum über Allgemeinplätze" hinaus gelange. Zudem befindet Fieten, dass die von ihm wiedergegebnen Empfehlungen Sprengers - wie "geradlinig sein, Fehler zugeben, echt sein, Versprechen halten" - zwar durchaus richtig seien, allerdings "auch wohl nicht als besonders originell einzustufen" sind.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 19.09.2002

Gegen den "Managerzeitgeist", so Timon Beyes, hat der Autor immer schon angeschrieben. Jetzt, wo es vor allem an Vertrauen mangelt, schreibt er also über Vertrauen. Er hält es für eine wichtige Produktivkraft, nicht in der Form allerdings, wie es den Mitarbeitern implizit abgesprochen wird, also per Motivationsschulung, sondern - ganz unromantisch - aus "purem Egoismus", das heißt der Einsicht, der Homo Oekonomikus verhalte sich per se "nutzenmaximierend". Selten gibt es in der deutschen Managerliteratur so "griffig und locker" Formuliertes, meint Beyes, ärgert sich aber über Schlampigkeit bei den Quellenangaben und hätte sich außerdem "eine Prise Niklas Luhmann", also mehr Sozialtheorie gewünscht.

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