Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch. Wie ist Henke Törnkvist bloß in der Idiotenklasse gelandet? Früher war er doch ganz passabel in der Schule. Aber gute Gründe, hier zu sitzen, haben sie alle, das lässt sich nicht bestreiten. Nur die neue Lehrerin scheint das nicht zu begreifen. Die Klasse soll gemeinsam ein Buch schreiben? Es ist nicht zu fassen. Was sollen Idioten auch noch aufschreiben?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.08.2006
In den Augen der Rezensentin Andrea Lüthi ist dieser Jugendroman ein Mats-Wahl-Buch im besten Sinne. Mit einfachen Wahrheiten ist bei dem schwedischen Autor nichts zu holen. Bei ihm gibt es nach Einschätzung der Rezensentin "keine Gut-böse-Schemen", keine "Sensationsgier" oder den Versuch, auf die Mitleidsschiene zu setzen - selbst wenn die beschriebenen Realitäten oft hart sind. Das mache seine Geschichten "so lebensecht und eindringlich" und seine Protagonisten zu vielschichtigen Charakteren. In diesem Fall geht es um einen Jungen, der den Tod seiner Schwester zu verarbeiten und auch sonst mit schwierigen Familienverhältnissen zu kämpfen hat. Und obwohl es am Ende tatsächlich ein bisschen mehr Grund zur Hoffnung gibt - von einem Happy End ist diese Geschichte weit entfernt, wie Lüthi mit Befriedigung vermerkt.
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