Mit zahlreichen farbigen Abbildungen. Mit Beiträgen von Dieter Ante, Johannes Bilstein, Mirjam Elburn, Bernd
Füllner, Gisela Vetter-Liebenow, Meike Wagner und Matthias Winzen.
Das Biedermeier bestand nicht nur aus behaglichen Möbeln, Hausmusik und unpolitischer Privatheit. In den bürgerlichen Wohnstuben wurde manchmal laut gelacht, und zwar über die lustigen Grafiken, die das absurde Treiben der anständigen Bürger in Krähwinkel zeigten. Aus der Mitte der braven Biedermeier-Welt entsprang eine anarchistische Komik, eine infantile Unterbietungsstrategie. Diesen scheinbar kindlichen Humor in Bildern konnten Obrigkeit und Zensur kaum so effizient unterdrücken wie die politische Dichtung des Vormärz.
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