In Deutschlands Gefängnissen sitzen Mörder und Terroristen. Aber bei Weitem nicht nur - ebenso Schwarzfahrer, Steuersünder und ganz normale Bürger, die einmal eine falsche Entscheidung getroffen haben und dafür mit ihrer Freiheit bezahlen. Die Rechtsanwälte Daimagüler und von Münchhausen prüfen in ihrem Buch den Strafvollzug in Deutschland auf Herz und Nieren. Warum strafen wir, und wie? Warum ist der Weg in den Knast in Bayern kürzer als in Bremen, und warum sollte man sich sein Urteil lieber nach der Mittagspause als kurz vor Dienstschluss abholen? In welchem Zustand sind Deutschlands Vollzugsanstalten und welche Geschichte steckt in ihren Mauern? Wie sieht der Alltag eines Häftlings aus - und warum geht uns alle die Frage an, wie wir unsere "niedrigsten Bürger" behandeln?
Matthias Becker versteht das Buch der Strafverteidiger und Publizisten Mehmet Daimagüler und Ernst von Münchhausen als Plädoyer für einen humaneren Strafvollzug. Auch wenn der Ton dem Rezensenten mitunter fast zynisch erscheint und die Autoren die anekdotische Beschreibung von Zuständen in den JVAs des Landes einer Analyse der Krise im Strafvollzug und der politischen Ursachen vorziehen, wie Becker schreibt, ist das Buch mit seiner Faktendichte für den Rezensenten doch mehr als nur ein launiger "Gefängnis-Reiseführer" mit Knastsprech-Glossar.
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