Das Strafrecht gilt vor allem als Instrument der Repression des Verbrechens, der Vergeltung von Unrecht. In jüngster Zeit wird es empfohlen und eingesetzt, um die Innere Sicherheit zu schützen und um moderne Risiken zu beherrschen: Umweltzerstörung, Drogenmissbrauch, Wirtschaftsdelikte... Das ist nicht falsch, aber es ist nur die eine Seite der Medaille. Das Strafrecht besteht nicht nur aus Verboten, sondern auch aus Garantien. Es bedroht nicht nur Diebe und Räuber mit Strafe, sondern schützt auch die des Diebstahls und des Raubs Verdächtigen vor vorschneller Verurteilung, es sichert die Voraussetzungen einer Untersuchungshaft, verspricht das Recht auf eine Verteidigung und auf einen menschenwürdigen Strafvollzug. Es will dem Opfer, dem Täter und dem Verdächtigen gerecht werden und unser aller Freiheit sichern. Von der Sicherung der Freiheit ist in diesem Buch vor allem die Rede. Das Grundgesetz hat dem Strafrecht in Theorie und Praxis noch viel zu sagen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.05.2001
Walter Grassnick ist restlos verzaubert, hingerissen und begeistert von der Aufsatzsammlung des Strafrechtsprofessors, Rechtsphilosophen und Bundesverfassungsrichters Winfried Hassemer. Und das soll etwas heißen, denn hier geht es um die Jurisprudenz. Und die ist erstens eigentlich schon rein sprachlich gesehen meistens knochentrocken und zweitens inhaltlich für Laien wie Profis oft auch nur wenig transparent. In größten Tönen lobt der Rezensent ausführlich den Autor für den Inhalt, die Form und die Sprache seiner Ausführungen und empfiehlt die Lektüre allen, die schon immer mehr wissen wollten über die Strafgesetze und deren Auslegung. Denn Hassemer wecke alle auf. Alteuropäische Rechtsdogmatiker wie brave Bürger.
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