In dem Buch werden erstmals das Sammeln von Kunst und der Geschmack der Sammler in Deutschland systematisch untersucht. Vor dem Hintergrund der Entwicklung der Kunstmärkte in London, Paris und Amsterdam behandeln die Autoren die im 18. Jahrhundert in Köln, Frankfurt, Hamburg, Leipzig und Berlin neu entstehende Sammlungskultur. Beiträge zur geschmacksbilden-den Rolle der Berliner Akademieausstellungen und zum Geschmacksbegriff der Aufklärung runden den Band ab.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.04.2003
Claudia Lanfranconi begrüßt den Band über das Kunstsammeln im 18. Jahrhundert nicht zuletzt deshalb, weil dieses Gebiet, wie sie meint, hierzulande noch wenig untersucht ist. Ohne in ihrer knappen Kritik ein Urteil über die Beiträge des Buches, das aus einer Tagung hervorgegangen ist, zu fällen, zeigt sie sich doch sehr interessiert an den verhandelten Themen. Sie informiert, dass es zwei "methodologische" Richtungen gibt, sich mit dem Sammeln von Kunst zu beschäftigen, nämlich einmal, individuelle Lebenswege von Kunstsammlern zu beleuchten und dann, sich mit "statistischen Erhebungen" dem Gegenstand zu nähern. Deutlich wird durch die Lektüre für Lanfranconi, dass auch im 18. Jahrhundert das Sammeln von Kunst nicht nur zum "narzisstisch frivolen Amüsement", sondern durchaus als "Statussymbol" eingesetzt wurde.
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