Aus dem Französischen von Michael Bischoff, Ulrike Bokelmann, Horst Brühmann, Hans-Dieter Gondek, Hermann Kocyba und Jürgen Schröder. Wenn die französische Tageszeitung "Le Monde" in einem umfangreichen Dossier zu Foucault konstatiert, dass zwanzig Jahre nach seinem Tod sein Werk so breit kommentiert wird wie nie zuvor, so klingt dies wie die erstaunte Beobachtung einer erstaunlichen Präsenz. In der Tat zeigt sich, dass Foucaults Werk in höchst unterschiedlichen Bereichen der Wissenschaft - von der Philosophie über die Geschichtswissenschaft bis hin zur Soziologie und Politikwissenschaft - neue Fragen gestellt und überraschende theoretische Perspektiven eröffnet hat.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.08.2005
Den Abschluss einer "Großtat" hat Bernhard Dotzler zu vermelden: der vierte und letzte Band der "Dits et Ecrits" von Michel Foucault ist erschienen, und Dotzler kommt zu dem triumphalen Ergebnis, dadurch sei die Welt "um mehr als nur einen Traum reicher". Unter drei Begriffen fasst der Rezensent das Foucaultsche Schaffen zusammen: Faktizität, Experimentalität, Aktualität. In den "systematisierenden Vorträgen" nicht weniger als in den Gelegenheitsäußerungen zu, beispielsweise, Wagner, Syberberg und Boulez zeigt sich nach Dotzlers Empfinden die "experimentelle Haltung", mit der Foucault an die Welt heranging. Nicht um eine schlüssige Lehre oder gar um Rezepte ist es dem Philosophen zu tun gewesen, stellt Dotzler klar; für Foucault hatten seine Schriften vor allem dadurch Bedeutung, dass sie existierten, dass sie vorlagen, als Fakten in der Welt waren. Am Ende von Foucaults Leben und Arbeit trat, wie Dotzler ausführt, ganz deutlich hervor, was im Zentrum seines Forschens und Denkens stand: das Subjekt, er, Foucault, selbst.
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