Der Roman über das Schicksal einer Familie, die der Shoah entkam, aber nicht ihren Alpträumen. Eine ganze Nacht hindurch wacht Julien am Bett seines Kindes und erzählt ihm die Geschichte seiner Eltern Sarah und Ariel, die als einzige ihrer Familien dem Holocaust entronnen sind - und die dennoch nie wieder ins Leben zurückfinden konnten. So wird sein Bericht zum Kaddisch, zum Totengebet, und ist zugleich von der Hoffnung getragen, dass diese Bürde auf der nächsten Generation weniger schwer lasten wird.
Susanne Mayer findet Michel Friedmans "nur leicht verhüllte Autobiografie" katastrophal. Ja, mehr noch - sie sieht darin eigentlich gar nicht so sehr ein Buch - "sehr schlecht geschrieben, übrigens", sagt sie, und das müde Beiläufige dieses Übrigens bezieht sich darauf, dass sie eben weniger ein Buch darin sieht denn einen "Coup". Einen Mediencoup, natürlich. Dem Verleger wirft sie indirekt vor, kein guter zu sein, weil er dieses Buch zuließ. Friedman wirft sie vor, mit "Kaddisch vor Morgengrauen", dem narzisstischen, sentimentalen, wortreich-leeren Monolog eines Vaters an der Bettstatt seines Kindchens, den Holocaust "für die eigene Show mobilisieren zu wollen". Und als wäre das alles noch nicht explizit genug, gibt sie dem Leser den Rat, bei der Lektüre die Augen zu schließen.
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