Aus dem Amerikanischen von Alina Schmidt. Die gute Nachricht ist, dass wir uns in jedem Moment dafür entscheiden können, antirassistisch zu handeln. Denn "rassistisch" und "antirassistisch" sind keine festgeschriebenen Identitäten, und wir können unsere Haltung jederzeit ändern. In seinem "New York Times"-Nummer-1-Bestseller behauptet Ibram X. Kendi, Historiker, Professor an der Boston University, Schwarz, auch von sich selbst, früher Rassist gewesen zu sein. In seinem so brillanten wie mitreißenden Buch zeigt er anhand der eigenen Geschichte, dass Neutralität im Kampf gegen Rassismus keine Option ist: Wir sind in unserer Ignoranz so lange Teil des Problems, bis wir Teil der Lösung werden und aktiv antirassistisch handeln. Kendi entwirft ein grundlegend neues Verständnis von Rassismus - was er ist, wo er sich verbirgt, wie er zu identifizieren ist und was wir dagegen tun können. Denn wir sind entweder rassistisch oder antirassistisch, dazwischen gibt es nichts. Es reicht deshalb nicht, kein Rassist zu sein, wir müssen alle Antirassisten werden.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 14.09.2020
Rezensent Malcolm Ohanwe erhält mit dem Buch des Rassismus-Forschers Ibram X. Kendi jede Menge Stoff zum Nachdenken. Mutig, radikal, unbequem und anregend findet er Kendis historischen Überblick über den Rassismus und seine Thesen zum Rassismus beziehungsweise Antirassismus, etwa wenn der Autor feststellt, dass auch Schwarze rassistisch handeln oder wie kontraproduktiv die Rede von strukturellem Rassismus wirken kann. Die Vorschläge des Autors zur Überwindung der Ungleichheit - umgekehrte Diskriminierung, staatliche Kontrolle - scheinen Ohanwe bedenkenswert.
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