Wie soll ein Staat, der es nicht schafft, Lüfter in die Klassenzimmer seiner Schulen einzubauen, im kommenden Jahrzehnt den komplexen ökologischen Umbau der Wirtschaft steuern? Dafür brauchen wir einen vorausschauenden, risikobereiten und handlungsstarken Staat, der die richtigen Anreize setzt und in neuen Situationen flexibel reagieren kann. Also genau das, was uns in der Pandemie fehlte. Dieses Buch zeigt die Defizite im Management der Krise auf und beschreibt, was sich ändern muss, wenn wir die Herausforderungen der Zukunft bewältigen wollen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.08.2021
Rezensent Christoph Möllers kritisiert am Buch des Makroökonomen Moritz Schularick die Methodik. Demnach fehlt es den Überlegungen des Autors zum Versagen der deutschen Politik und Verwaltung in der Pandemie an klaren Kriterien. Dass vieles schiefgelaufen ist, bezweifelt der Rezensent nicht und findet viele von Schularicks Beobachtungen zur Datenerhebung, zur Ausstattung von Schulen oder zum Lockdown auch anregend. Der wirtschaftspolitische Kontext, den der Autor schafft, scheint Möllers jedoch zu eng und Schularicks glänzendes Gegenbeispiel Großbritannien immerhin fragwürdig. Pauschal findet der Rezensent die Forderung nach weniger Bürokratie, allzu vereinfacht die Konstruktion des Verhältnisses von Politik, Verwaltung und Wissenschaft im Buch. Die Suche nach Ursachen für das Versagen erscheint ihm so und ohne klare Leistungskriterien schwierig.
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