Es war einmal vor langer Zeit, als Mio noch keine Wörter hatte. Bis er zum ersten Mal "Omi" sagt. Und das ist eigentlich auch kein Wunder, wenn man bedenkt, bei wem die Wörter wohnten, bevor Mio sie bekommen hat. Seine Omi ruft alle herbei und Mio kann nur staunen: Es gibt Wörter für alles und jeden! Manche sind laut und wild, andere leise und schüchtern. Es gibt Wörter, die gute Laune machen und zum Hoffen, aber auch welche fürs Traurigsein und für die Angst. Mio kann gar nicht genug davon bekommen und holt sich jeden Tag Nachschub. Er sammelt sie und nimmt sie mit in seinen Alltag. Als Omi anfängt, ihre Wörter zu vergessen, bringt Mio ihr neue Wörter mit. Wörter, die er woanders gefunden hat, wie zum Beispiel Speicherkarte, Chicken Nugget oder Manga-Magazin. Aber irgendwie wollten diese Wörter sich nicht bei ihr einfinden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.02.2017
Wort und Welt gehören untrennbar zusammen, das Wort kann nur in der Welt existieren und die Welt erschließt sich durch das Wort, weiß Rezensentin Manuela Kalbermatten. Auch der Großmutter in Nikola Huppertz' und Elsa Klevers Bilderbuch scheint dies bekannt zu sein, lesen wir. Ihre Worte, so Kalbermatten, werden für den kleinen Mio zu konkreten, eigensinnigen Bildgestalten, mit denen gemeinsam er die Welt erfährt. Direkter und bunter könnte man die Macht der Sprache kaum ins Bild fassen, freut sich die begeisterte Rezensentin.
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