»Nora Bossong überzeugt in ihren Gedichten durch die Kunst der Aussparung. [?] Die lakonische Kürze dieser genau beobachteten und wie beiläufig charakterisierenden Gedichte besitzt einen hohen Wiedererkennungswert.« Norbert Hummelt
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.07.2007
Angesichts derartiger Konventionalität der Motivik wird Beate Tröger misstrauisch. Nora Bossongs Dichtung jenseits von Experiment und Intertextualität aber gelingt, wie die Rezensentin staunend zugeben muss. Bei Tröger evoziert das gelassene auf sie bisweilen kaltblütig wirkende Ausschreiten des Natur- und Märchenbildraums "eine Stimmung von Einsamkeit, Trauer, Stagnation". Dass die Gedichte dabei nicht gefühlsselig werden, rechnet Tröger Nora Bossong hoch an. Der jungen Autorin attestiert sie eine ungewöhnliche sprachliche Eigenständigkeit und Unbestechlichkeit und wünscht ihr viele Leser.
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