Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.01.2006
Nico Bleutge stellt den neuesten Band mit Gedichten von Jürgen Theobaldy vor. Ihm scheint, dass der Lyriker in diesen sehr kurzen, geradezu "haikuhaften" Versen die "Alltagsnähe" seiner frühen Gedichte wieder belebt, die dabei aber ein "entspannteres Formbewusstsein" aufweisen, wie er feststellt. "Kitsch", wie ihn der Titel fürchten lässt, hat der Rezensent zu seiner Erleichterung nicht gefunden. Sein Urteil bleibt aber zwiespältig, denn während er die Gedichte zu Kindheitserinnerungen ihrer "sensuellen Genauigkeit" wegen lobt, stören ihn an den politisch gefärbten Texten die "platten Gegensätze". Auch die Liebesgedichte vermögen ihn kaum je zu überzeugen, weil es Theobaldy darin "nur selten" gelinge, seine "Poetik des Augenblicks" nicht sofort in "Denkbilder" zu fixieren, wie Bleutge beklagt.
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