Mit 150 Schwarzweiß- und 80 farbigen Abbildungen. Auguste Rodin, Edgar Degas, Gustav Klimt, Egon Schiele, Henri Matisse, Amedeo Modigliani, Pablo Picasso, Salvador Dali sie alle widmeten sich mit Hingabe der erotischen Darstellung. Allein von Klimt sind annähernd 4000 erotische Skizzen bekannt. Im frühen 20. Jahrhundert erlebt die erotische Zeichnung einen qualitativen und auch quantitativen Höhenflug. Fast alle großen Künstler dieser Zeit haben intime Akt- und Liebesdarstellungen als Feder-, Bleistift-, Rötel- und Kohlezeichnungen oder Aquarelle hinterlassen. In diesem elegant gestalteten Band versammeln sich die 300 schönsten Meisterwerke der erotischen Zeichenkunst des 20. Jahrhunderts. Technisch brillant und atemberaubend sinnlich ist diese Jubiläumsausgabe in jeder Hinsicht ein reizvolles Vergnügen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 05.09.2009
Durchaus Vergnügen scheint Rezensent Arno Widmann das Blättern in dem diesem 300-Seiten-Band mit erotischen Zeichnungen aus den Skizzenbüchern von Auguste Rodin, Edgar Degas, Gustav Klimt, Egon Schiele, Amedeo Modigliani, Henri Matisse, Pablo Picasso, Oskar Kokoschka und Salvador Dali bereitet zu haben. Doch ganz eindeutig gibt er das nicht zu erkennen. In seiner Besprechung denkt er stattdessen über den Unterschied von Erotik und Pornografie nach. Er wirft die Frage auf, ob eher die Pobacke von Matisses Odaliske oder die gynäkologischen Details in Egon Schieles Akten erotisch sei. Und er erinnert daran, dass die Justiz Künstler wegen ihrer erotischen Zeichnungen einst durchaus mit Prozessen verfolgt hat. Außerdem philosophiert über die Kunst als Verdoppelung des Lebens. In diesem Zusammenhang kommt er dann zu dem Schluss: "Warum sollte, dass wir gerne in eine Frau eindringen, unserer Interesse an der Darstellung dieses Vorganges mindern?"
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