Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.09.2000
In einer kurzen Rezension erinnert der Rezensent mit dem Kürzel "fvl" zunächst daran, dass Heinz Berggruen als Kind jüdischer Eltern 1936 mit der Familie aus Berlin fliehen musste und erst sechzig Jahre später zurückkehrte - mit einer Kunstsammlung, die heute im Stüler-Bau in Berlin-Charlottenburg zu besichtigen ist. Der vorliegende Band enthält elf Reden aus den Jahren 1996 bis 1999, wie der Leser erfährt, Reden, die - so "fvl" - "nichts von der Verve einbüßen, mit der sie gesprochen wurden". Thematisch befassen sich Berggruens Reden sowohl mit dem Berlin seiner Jugendzeit, seiner Tätigkeit als Kunsthändler und vor allem mit den Künstlern selbst, vor allem Klee, Picasso, Mirò, Matisse und anderen. Beeindruckt zeigt sich der Rezensent, dass Berggruens "Bindung an die deutsche Sprache" in all den Jahren sogar eher stärker geworden zu sein scheint.
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