Mit einem Nachwort von Wieland Schmied und farbigen Abbildungen. Aus dem Spanischen von Susanne Lange, Michael Nungesser und Rudolf Wittkopf. Octavio Paz, der Lyriker und Essayist, ist zeitlebens ein leidenschaftlicher Betrachter von Kunst gewesen. Der Blick des Schriftstellers, zugleich unbefangen und kenntnisreich, entdeckt dem Leser Wesentliches und Charakteristisches jenseits der Kunstgeschichte und des Feuilletons: innere Zusammenhänge, überraschende Querverbindungen, künstlerische Notwendigkeiten. Paz schreibt über Künstler zwischen Wort und Bild wie Breton und Michaux und über das enigmatische Werk Marcel Duchamps; er widmet der mexikanischen Kunst einen erhellenden Essay; dem Spanier Chillida und dem Mexikaner Tamayo nähert er sich in Einzelstudien; und Künstlern wie Tàpies und Rauschenberg zollt er in Gedichten Tribut.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.08.2001
In einfachen Worten, ohne sich "respektgebietender theoretischer Apparate" zu bedienen, habe sich der Schriftsteller Oktavio Paz mit der Bedeutung des Sichtbaren und Unsichtbaren in der bildenden Kunst auseinandergesetzt. Herausgekommen ist, meint László F. Földényi, eine beachtliche Anzahl angenehm lehrreicher "antiakademischer" Essays, obwohl der Rezensent keineswegs in Frage stellt, dass der Autor den gängigen kunsthistorischen Hintergrund kennt. In Paz' Sprache beginnen die "trockenen Informationen urplötzlich zu leben und zu vibrieren", so Földényi, seine Federspitze zaubere eine Aura herbei, in der Kunst plastisch und die Wunder der Gegenwart zum Erlebnis würden. Nicht nur die Essays selbst haben den Rezensenten verzaubert, auch das Nachwort von Wieland Schmied findet er ganz hervorragend.
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