Aus dem Spanischen von Klaus Laabs. "Duchamp in Mexiko" versammelt drei zentrale Essays César Airas, die ihn erstmals nicht nur als genialen Autor von Novellen und Romanen zeigen, sondern ihm die Möglichkeit geben, sein eigenständiges und stilistisch virtuoses Nachdenken über Kunst und Literatur zu entdecken. Ausgehend von Marcel Duchamp über de Chirico bis Lezama Lima entwickelt Aira in den Texten eine eigene Theorie der modernen Kunst und reicht dem Leser unter der Hand zudem einen Schlüssel für seine eigenen Texte. Mit "Duchamp in Mexiko" überführt César Aira die Avantgarde nun auch konzeptionell ins neue Jahrhundert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.09.2016
Rezensent Jörg Plath wünscht César Aira den Durchbruch in Deutschland. Dass der schwurbelnde "Überwältigungskünstler" nicht nur ein erzählender Exzentriker ist, erfährt Plath mit diesem Essayband. Hier fährt Aira hahnebüchene Arithmetik auf und verbindet Duchamps Kunst mit Überlegungen zur Zirkulationssphäre, wie Plath erläutert. Als Hausgottt und Ursprungsmythos der modernen Kunst kann ihm der Autor seinen Duchamp verkaufen, und das gleich ein halbes Dutzend Mal.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.09.2016
Rezensent Ralph Hammerthaler erfährt in César Airas Essays einiges über Mexiko, Havanna und die zeitgenössische Kunst. Vor allem aber lernt er, wie der Autor denkt und schreibt, nämlich schamlos irgendeinem Einfall folgend, so Hammerthaler. Dass das meistens im Aberwitz endet, findet der Rezensent in Ordnung. Was Duchamp für Aira bedeutet und wie der Autor einmal zehn Ausgaben des gleichen Bandes über den Künstler erstanden hat, kann der Rezensent hier auch nachlesen, in kundiger Übersetzung von Klaus Laabs, meint er.
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