Aus dem Türkischen von Recai Hallac. Diese Angst in uns. Leise und kaum wahrnehmbar bewegt sie sich unter der Oberfläche des täglichen Seins. In seinen Erzählungen schildert der mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnete türkische Schriftsteller O?uz Atay dieses Gefühl, diesen Zustand und hält dabei immer die fragile Balance zwischen den Extremen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 23.03.2012
Astrid Kaminski gratuliert dem neuen Verlag binooki für die Wahl von Oguz Atays "Warten auf Angst" zum Programmstart: Der Autor könnte glatt als türkischer Kafka durchgehen, findet die Rezensentin. Altay verzichte in den acht Erzählungen "Warten auf die Angst" auf jede unnötige Ornamentik und beschwöre stattdessen in knappen Sätzen das tragische Seelenleben seiner Figuren herauf. Eine dieser Figuren beschreibt die Rezensentin: einen Mann, der einen Brief an einen Vorgesetzten schreibt, in dem er ihm seine tiefsten Ängste anvertraut - und den er nie abschickt. Kaminski lobt auch Recai Hallac, der den Autor in "charakterstarkes Deutsch" übersetzt habe.
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