Aus dem Flämischen von Helge Letzi. 1947 reist Olivier Schrauwens Großvater Arsène in eine afrikanische Kolonie. Dort plant sein Cousin die Stadt von morgen, eine moderne Utopie inmitten der Wildnis. Arsène ist überwältigt von der geheimnisvollen neuen Umgebung; gleichzeitig quälen ihn Dschungelfieber, Trinksucht und die Liebe zu Marieke, der Frau seines Cousins. Eine betäubende Welle aus surrealen Albträumen und hemmungslosen Sexfantasien bricht über ihn herein. Ist dieses bizarre Land noch Realität oder längst unberechenbare Wahnvorstellung?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.06.2016
Nach seinen zwei letzten Comicbänden legt Olivier Schrauwen mit "Arsène Schrauwen" nun abermals ein "eigen- und einzigartiges Buch" vor, findet Rezensent Christian Gasser. Wieder einmal werden Autoritäten in Frage gestellt und Fluchten in irreale Welten unternommen, verrät Gasser. Ein junger Belgier besucht seinen Cousin im kongolesischen Urwald und erweist sich dort als absoluter Anti-Abenteurer. Um der Realität zu entfliehen, in der er immer wieder versagt, rettet der Anti-Held der Geschichte sich in "rauschhafte Fantasien", die der Zeichner, so Gasser, auf beeindruckende Weise darstellt. Stilistisch orientiert sich Schrauwen zwar an frühen Zeitungs-Comics, seine Geschichten sind jedoch frei von jeder Nostalgie, lobt der Rezensent.
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