In den Lesungen Oskar Maria Grafs schweben die Texte zwischen kraftvoller Vitalität und anrührender Zärtlichkeit. Egal, ob er sich an Begegnungen mit großen Schriftstellerkollegen erinnert, humorig den eigenen Dialekt verficht, aus seinen Kalendergeschichten liest oder zornig seine Ansprache "Verbrennt mich!" vorträgt - an Graf hört man sich nicht satt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2018
Hannes Hintermeier bedauert die Streichungen dieser Lesefassung von Oskar Maria Grafs 1927 erschienener Autobiografie. Derart gut gefällt ihm, wie der Schauspieler Jörg Hube den Text 1974 eingelesen hat, mit Sinn für bayrische Dialekte und Milieus. Den Weg des Autors vom Bauernhof in die Boheme, das Trudeln vom Sozialismus zum Anarchismus und schließlich den Weg in den Großen Krieg kann Hintermeier mit Hilfe Hubes hautnah miterleben. Dass Hube Grafs "grobschlächtigen" Sätzen mitunter allzu feinsinnig nachspürt, findet der Rezensent verzeihlich.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…