Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.07.2003
An Traudl Junges "integrer Persönlichkeit" will Martin Z. Schröder keinen Zweifel lassen. "Niedertracht hat sie sich nicht vorzuwerfen." Hitlers Sekretärin wurde sie als jugendliche Mitläuferin "durch Auswahl und Jasagen", und sie hat es sich selbst ihr Leben lang nie verziehen, wie sie auch nicht die unheimlichen Erlebnisse in Hitlers und Goebbels Umkreis hat und von denen sie Zeugnis ablegt. Mit dem aus dem Dokumentarfilm von Andre Heller und Othmar Schmiderer hervorgegangenen Hörbuch ist Rezensent Schröder dennoch nicht ganz zufrieden. Er hätte sich gewünscht, dass nicht einfach nur die Hörspur des Films unbearbeitet übernommen worden wäre. Denn ohne die Bilder mache vieles keinen Sinn, wie etwa der Wechsel zwischen naher Stimme oder fernem Hall, der sich im Film dadurch ergibt, dass Traudl Junge die bereits gedrehten Bilder kommentiert. Zudem moniert er, dass die Hörbuchfassung zu sparsam mit weiterführenden Informationen umgehe.
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