Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.04.2004
Mit dieser Monografie zu Martin Luthers Theologie macht sich der Autor Oswald Bayer, der als evangelischer Theologe in Tübingen lehrt, zum "Zeugen wider den Zeitgeist der Moderne", meint Angelika Dörfler-Dierken. Sie findet, dass man den Ausführungen anmerkt, dass sie als Vorlesungen konzipiert sind, und attestiert ihnen eine "praktisch-erbauliche Ausrichtung". Der Autor präsentiert Luther vor allem als "Exegeten" der Psalmen des Alten Testaments, wobei er selbst sich als Ausleger Luthers versucht, erklärt die Rezensentin. Daraus resultiert eine "komplizierte Struktur von Verweisen, die letztlich darauf zielen, die Leser die "Stimme Gottes selbst hören" zu lassen, so Dörfler-Dierken weiter. Es imponiert ihr durchaus, dass sich Bayer darum bemüht, seinen "eigenen Weg durch den Stoff zu finden", und sie lobt die Übersichtlichkeit der Ausführungen. Wenn der Autor allerdings versucht, anhand von Kant, Hegel und Schleiermacher den "Begriff der Freiheit" in der Neuzeit zu diskutieren, sind der Rezensentin die Urteile allzu "pauschal". Sie wirft Bayer vor, sich nicht "intensiv" genug mit den Argumenten der Philosophen auseinanderzusetzen.
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