Vor 25 Jahren, am 1. Januar 1999, schlug die Geburtsstunde des Euro. Die gemeinsame Währung hat seitdem Europa geprägt und sich neben dem Dollar als zweitwichtigste Währung in der Welt etabliert. Als erster Chefökonom stand der Autor im Mittelpunkt des Geschehens. In vielen bisher unbekannten Details lässt er die Leser teilhaben an den schwierigen Entscheidungen, die schließlich zum Erfolg geführt haben. Eingebettet ist die Darstellung dieses historischen Ereignisses in den Werdegang aus einfachen Verhältnissen über eine erfolgreiche akademische Karriere bis zu einem der maßgeblichen Experten in der Bundesbank und der EZB. Sein Werdegang spiegelt die Geschichte der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg bis heute wider.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.07.2024
Angesichts dessen Memoiren wirft Rezensent Gerald Braunberger einen Blick auf das Leben des Ökonomen Otmar Issing, der aus einer Bauernfamilie kam, früh Professor für Volkswirtschaftslehre wurde und später im Vorstand der Deutschen Bundesbank arbeitete. Bekannt ist er Braunberger zufolge wohl am meisten für seine kritische Position zum Euro, und trotzdem saß er im Direktorium der EZB - eine spannende Position, wie der Kritiker meint, der in den Memoiren auch den Menschen Otmar Issing liest. Einige Kürzungen zu einer Anhörung im Europäischen Parlament hätten dem Buch aber ebenso gut getan wie etwas mehr Bescheidenheit des Autors, befindet er.
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