Herausgegeben von Margareta Vyoral-Tschapka und Michael Pächt. Otto Pächts hier erstmals veröffentlichte Vorlesungen vermitteln Einsicht in Entstehung und Wesen des Phänomens der neuzeitlichen venezianischen Malerei. Anhand zahlreicher Beispiele werden die Gestaltungscharakteristika der beiden Gründer-Generationen - Jacopo Bellini, sein Schwiegersohn Andrea Mantegna und Bellinis Söhne Gentile und Giovanni - dargelegt. Der Zusammenhang mit der zeitgleichen bildenden Kunst in Florenz, Oberitalien und nördlich der Alpen wird untersucht und die Neuerungen der bellinesken Werke in ihrer Bedeutung für die venezianische Malerei des 16. bis 18. Jahrhunderts hinsichtlich Licht und Farbe aufgezeigt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.01.2003
Für einen wahren Gewinn hält Rezensentin Claudia Lanfranconi Otto Pächts Ausführungen zur venezianischen Malerei des Quattrocento. Hervorgegangen aus einer Vorlesungsreihe, die Pächt 1967/68 an der Wiener Universität gehalten hat, erscheinen sie der Rezensentin auch nach 35 Jahren kein bisschen veraltet, ihre "gebührend prächtige" Veröffentlichung aus dem Nachlass vielmehr überfällig. Im Gegensatz zu Erwin Panofskys kulturgeschichtlichem Ansatz, erklärt die Rezensentin, verfolgte Pächt eine streng methodische Formanalyse. Das hat für Lanfranconi zwar einen "etwas verstaubten Beigeschmack", doch Pächts Anspruch, die ästhetische Qualität eines Kunstwerks in den Mittelpunkt zu rücken, findet sie offenbar sehr anziehend. Wenn also Panofsky als Klassiker der "brillanten Wissenschaftsprosa" gilt, schließt Lanfranconi, erweist sich Pächt in diesem als der "Poet" seines Fachs.
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