Mit einer Einleitung von Volker Gerhardt. Diese Sammlung fasst die wesentlichen Arbeiten des bedeutenden Philosophen Panajotis Kondylis (1943-1998) zu den Themenfeldern Politik, Gesellschaft, Macht und Gewalt zusammen. Ideengeschichtliche Abhandlung und Gegenwartsanalyse ergänzen sich dabei in geschliffenen Essays.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.02.2008
Mit dem Band "Machtfragen", der neben dem 1984 erschienen Text "Macht und Entscheidung" einen weiteren, themenverwandten Aufsatz sowie ein Interview enthält, lässt sich ein "zentraler" Gedanke des 1998 noch nicht 55-jährig verstorbenen Panajotis Kondylis rekapitulieren, teilt Helmut Mayer erfreut mit. Für den sich durch stupende "Gelehrsamkeit" auszeichnenden Autor dienen Entscheidungen und normativ vertretene Grundsätze letztlich der Machterhaltung und -steigerung des Subjekts. Wer das erkenne und sich als "deskriptiver Dezisionist" aus diesem Machtspiel herausziehe, verzichte damit auch auf "Teilnahme am Leben", referiert Mayer, der sich zu dieser Position zwar nicht durchringen kann, der aber nichtsdestotrotz die Erkenntnis fördernde Nüchternheit dieser Perspektive zu "schätzen" weiß.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.12.2006
Angetan zeigt sich Helmut Mayer von diesem Traktat des 1998 verstorbenen Philosophen Panajotis Kondylis über "Machtfragen". Auch wenn er Kondylis? grundlegende Kritik an philosophischen Bemühungen, Normen als verbindlich auszuweisen, nicht teilt, scheinen ihm die Überlegungen des Autors recht lehrreich. Den Grundzug von Kondylis? Denken sieht er in der Behauptung, philosophische Entwürfe wurzelten in Grundentscheidungen, deren fundamentale Wertsetzungen argumentativ nicht einzuholen sind. Das Streben nach der Begründung von Normen sieht Kondylis als Versuch, einer sinnlosen Welt Sinn zu geben, um Selbsterhaltung qua Machterweiterung gegen einen immer schon ins Visier genommenen Feind zu gewährleisten. Die Konsequenzen aus diesen Einsichten helfen nach Ansicht Mayers allerdings nicht weiter. Skeptisch betrachtet er insbesondere Kondylis? Empfehlung, sich aus dem Leben zurückzuziehen.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…