Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.07.2000
Terres geht hier - so Karen Horn - der Frage nach, wieso es in der Geldpolitik keinen Wettbewerb gibt und wieso die Notenbanken über ein (staatliches) "Emissionsmonopol" verfügen. Dabei gehe der Autor davon aus, dass es "kein allgemein gültiges Urteil" darüber gibt, welchen Faktoren in der Geldpolitik Priorität einzuräumen sei: Stabilität, Inflations- oder Wechselkursziele, Geldmengensteuerung? Terres plädiert, so Horn, für den geldpolitischen Wettbewerb, bei dem "private Notenbanken über das Vehikel ihres guten Rufs miteinander konkurrieren", angelehnt an das "Free Banking in Schottland (1716 bis 1844)", bei dem der Staat zwar die Rahmenbedingungen schafft, sich ansonsten aber weitgehend heraushält. Horn hält dies zwar nicht gerade für "realistisch", lobt aber die Überlegungen des Autors als "nachdenkenswert, logisch erquicklich".
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