Dieter Hildebrandt und Peter Ensikat gelten mit Fug und Recht als die einflussreichsten Kabarettisten der Gegenwart. Für dieses Buch haben die beiden Bühnen- und Lebensprofis einen ganz und gar unernsten Streifzug durch mehr als ein halbes Jahrhundert Lach- und Sachgeschichte in Deutschland unternommen. Als Begründer der Lach- und Schießgesellschaft und jahrzehntelanger Kopf der Sendung "Scheibenwischer" hat Dieter Hildebrandt Zensur und politische Einflussnahme ebenso erlebt wie Peter Ensikat als der meistgespielte Kabarett-Autor der DDR. Auf ihren Reisen in den jeweils anderen Teil Deutschlands konnten beide erfahren, wie das Publikum auf Witze, made in West bzw. East Germany, reagierte und die Frage, ob Franz Josef Strauß besser zu karikieren war als Walter Ulbricht, ist auch noch ungeklärt. Deshalb haben Ensikat und Hildebrandt für dieses Buch einander von ihren Lebens- und Bühnen-Erfahrungen erzählt und die ultimativen Ossi- bzw. Wessiwitze ausgetauscht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.11.2013
Bernd Eilert hat nicht nur gelacht beim Lesen dieses "Satire-Gipfeltreffen", der Parallel-Erzählung zweier Kabarettistenleben von Peter Ensikat (Ost) und Dieter Hildebrandt (West). Die gegenseitige Hochachtung der beiden Kollegen verhindert seiner Meinung nach durchaus mitunter eine genauere Analyse, etwa des diffamierenden Elements beim Lachen über. Langweilig findet Eilert den Band aber ganz und gar nicht. Dafür sorgen die Selbstironie der Autoren, die offengelegten Unterschiede zwischen Clown Ost und Clown West sowie besonders Ensikats Berichte aus der Possenzone DDR oder Überlegungen zum Komischen und seiner Wirkungsweise.
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