Der Historiker Peter G. J. Pulzer verfolgt in diesem Klassiker der Antisemitismusforschung die Entstehung und Entwicklung der antisemitischen Bewegungen in Deutschland und Österreich. Bereits zwischen 1867 und 1914 offenbarte sich ihr radikaler Charakter, der sich deutlich von der traditionell begründeten Judenfeindschaft unterschied. Dieser neue "politische Antisemitismus" wurde später zur Grundlage einer - Gewalt und Radikalität vereinigenden - politischen Programmatik, auf die die Nationalsozialisten ab 1933 zurückgreifen konnten. Pulzers 1966 erschienene Studie war sowohl in der Themenwahl und Dichte der Argumentation als auch im interpretatorischen Zugriff eine Pionierarbeit und prägte einen ganzen Forschungszweig. Die Neuausgabe enthält eine ausführliche Einleitung des Autors zur Rezeption und zum heutigen Stand der Forschung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.02.2005
Die mit "augf" zeichnende Rezensentin kann die Neuauflage der 1964 erstmals erschienenen Studie zur Entstehung des Antisemitismus nur begrüßen und betont, dass es sich bei dem Buch immer noch um ein "Standardwerk" handelt. Sie hebt die "exemplarische Genauigkeit" und den gesunden Menschenverstand hervor, mit denen der Autor das Aufkommen des Antisemitismus in Deutschland und Österreich untersucht und bezeichnet es als Glück, dass dieser bereits vier Jahrzehnte alte Band, versehen mit einem Forschungsbericht aus der jüngeren Zeit und mit aktuellen Literaturhinweisen ergänzt, nun wiederaufgelegt wurde.
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